Zuki 0113. August 2015 – 1. Tag in der Pflegestelle

Hallo, ich möchte ich mich vorstellen. Ich bin Zuki und bin in meinem neuen Pflegefamilie in Coral Bay, bis ich die Reise nach Deutschland antreten kann. Bis vor kurzem war ich noch im PAWS Shelter in Acheleia.

Ich muss zugeben, ich bin ein wenig ängstlich und leide unter absolut fehlendem Selbstvertrauen... aber ich bin sehr freundlich und habe ein wundervolles Wesen.

Wenn ich an der Leine gehe, dann mache ich das sehr gut. Allerdings machen mir die fremden Dinge in der Umgebung noch grosse Angst und ich ziehe es öfters vor, einfach still zu stehen.
Meine Pflegemama Karen sagt, ich grabe meine Hinterbeine regelrecht ein und bin in solchen Momenten stur wie ein Esel und ziehe es vor zur Salzsäule zu erstarren.
Im Auto bin ich allerdings recht glücklich, wenn nur das aussteigen am Ziel nicht wäre... Ich schäme mich etwas, aber ich muss gestehen, das meine Pflegemama Karen mich dann heraustragen muss...

Das erstemal ging ich dann selbstständig zur Haustür, aber dort zog ich wieder meine Salzsäulennummer ab und erstarrte. Diesesmal zog mich Karen einfach rein... wo ich dann wieder verharrte.
Mama gab mir einige Leckerlies und auch wenn ich sehr mager bin, bin ich trotzdem ein guter Esser. Nach einem Monat in der Pflegestelle, werde ich bestimmt gut im Futter stehen.
Eigentlich wollte ich ja gerne meine neue Umgebung erkunden, aber ich traute mich einfach nicht, so trug Mama mich aufs Sofa und dort blieb ich auch erstmal liegen, bis sie sagte: Wir gehen auf einen Spaziergang.
Mein einziger Gedanke war: Hoffentlich nicht zu weit! Meine einzige Beruhigung war, dass sie sagte: Schritt für Schritt.

 

Nachtrag:
Ich hatte also meinen ersten Spaziergang heute Abend und während ich mich davon erhole, hatte ich die Idee euch davon zu berichten.

Ich war glücklich an die Leine zu kommen und durch die Haustüre zu gehen, aber ich hatte ehrlich gesagt nicht erwartet, den Garten durch das Tor zu verlassen.
Was denkt sich meine Pflegemum nur dabei? Da draussen ist die grosse, weite Welt!
Mama war beeindruckt wie gut ich an der Leine mit ihr mit ging. Ich hatte nicht den Mut ihr zu sagen, das ich das nur mache, weil ich mich bei ihr sicher fühle.
Wir gingen dort spazieren, wo Karen normalerweise joggen geht.

Sie dachte sich, das 2 Meilen noch etwas zuviel für mich sind und schliesslich wollte sie mich nicht noch mehr traumatisieren.
Der Spaziergang war nicht sooo schlecht. Ich sah viele Dinge, roch verschiedene Gerüche und hörte viele verschiedene Geräusche. Aber plötzliche Bewegungen lassen mich sehr erschrecken.
Einige meiner Macken sind: Ich stehe still, wenn ich schon nur ein Auto auf uns zufahren sehe, und gehe auch nicht weiter, wenn es an uns vorbeigefahren ist. Oder Menschen... sie machen mir Angst und ich erstarre.

Sie wollte eigentlich mit mir zur Touristenmeile gehen, aber als ich all die hellen Lichter sah, beschloss ich, das es für mich noch zu früh ist. Also schlug sie die Richtung zum Blue Olive ein, einem Restaurant das etwas abseits liegt.
So lernte ich die Besitzer kennen. Ein junges Paar, das sehr nett war und mich streichelte.
Jetzt war Zeit um nach Hause zu gehen. Wieder muss ich beschämt zugeben, das Mum mich am Taxistand vorbeitragen musste. Die hellen Lichter und der Lärm waren noch zuviel für mich... aber danach ging ich selbstständig weiter und marschierte durch das Tor.
Danach hat sie noch ein bisschen mit mir geübt das Haus zu verlassen... und wieder zurück. Am Ende des Tages war ich doch sehr erschöpft und ich denke, ich werde jetzt ein wenig schlafen.

 

14. August 2015 – 2. Tag in der Pflegestelle

Tag2 01Ich habe in einem Hundebett in Mum's Zimmer geschlafen. Es ist mir ein wenig peinlich, aber ich fühle mich wie ein Feigling, denn Karen musste mich nach oben tragen. Gegen mich würde wohl sogar der feige Zauberer von Oz tapfer aussehen...
Meine Mum versteht aber, das es für mich noch sehr viel ist, wenn ich mich aus meiner Wohlfühlzone wegbegeben muss, und das ist jedesmal der Fall, wenn ich in einen anderen Bereich oder nach draussen gehe.
Wie auch immer, ich schlief die ganze Nacht durch und meine Pflegemama war sehr beeindruckt.
Allerdings war sie auch ein wenig doof, denn am nächsten Morgen erwartete sie tatsächlich von mir, das ich nun die Treppe runtergehen werde. Sie ahnen es vielleicht schon: Sie musste mich tragen!
Vielleicht mache ich es morgen... aber erst versuche ich mal von einem Raum in den anderen zu gehen.

Heute war ein interessanter Tag, denn Mum liess mich für ein paar Stunden alleine. Sie hat aber vorher sichergestellt, das es mir wirklich gut geht und mir viel Trinkwasser bereitgestellt.
Ich war so froh, als sie zurückkehrte und sie war mindestens ebenso froh, das es mir gut ging.
Am Nachmittag beschloss Mum, das es Zeit wäre, meine Angst zu überwinden und sie mir beibringen will, durch offene Türen zu gehen.
Ca. 15 Minuten verbrachten wir damit, das sie erst durchging und erwartete, das ich ihr folgen würde.
Erst war es sehr schwierig für mich, aber irgendwann hatte ich den Dreh raus.
Wussten Sie, das Türen offen bleiben, wenn Sie durch gehen? Die schlagen nicht plötzlich zu!?
Nach dieser Lektion fühle ich mich viel sicherer und ich gehe jetzt durch offene Türen und verlasse das Haus ohne grössere Probleme. Nur die Haustür ist noch eine Herausforderung, aber auch dieses Probleme werde ich noch knacken.

Können Sie das glauben? Ich habe davon gehört, das es Hunde gibt, die am Tisch um Futter betteln, während ihre Familie am essen ist.
Ich mag vielleicht ein paar Macken haben, aber so etwas würde ich nie machen!

Heute Abend chille ich ein wenig auf dem Sofa, aber lassen Sie mich ein Update über meine Abendeskapaden berichten:

Mum nahm mich mit auf einen Spaziergang, und ich fühlte mich so gut. Viel besser als zuvor. Ich stoppte nur noch selten und ich begann sogar, mich zu freuen.

Dann brachte sie mich zurück zum Blue Olive Restaurant. Ich erinnerte mich daran und die beiden Besitzer freuten sich sehr als sie mich wieder sahen. Meine Pflegemum denkt nämlich, das es für mich sehr wichtig sei, mich an andere Menschen zu gewöhnen. Ich persönlich denke, es war für sie nur eine Entschuldigung, um ein Glas Wein zu geniessen!

Aber was soll's. Ich benahm mich auf jeden Fall sehr gut. Ich sass einfach da und war nicht beeindruckt von dem Lärm um mich herum. Und dann wurde ich auch noch verwöhnt... denn sie brachten mir Fleisch aus der Küche. Die Katzen waren so eifersüchtig!!!

Es war Zeit zu gehen und Mum buchte uns beide ein für den Sonntagslunch. Wie konnte ich das ablehnen, denn der Chef persönlich kam zu mir und versprach mir, mich auch am Sonntag wieder mit Leckerbissen zu verwöhnen.

Ich freue mich sehr darauf.

Nachtrag:
Oh, ich vergass zu erwähnen, das ich nicht nur viel gegessen habe, sondern auch Hühnchen mit Reis hatte. Das ist so lecker! Denkt ihr, sie will mich fett machen?

Mum sagt, einen Hund in Pflege zu nehmen ist alles eine Sache der Erfahrung. Wenn ich dann adoptiert werde, werden meine neuen Eltern es nicht mehr ganz so schwer haben.
Sie hat gesagt, das wir morgen zusammen an die Tankstelle gehen und den Wagen waschen lassen. Keine Ahnung was das bedeutet, aber wir werden sehen...


15. August 2015 – 3. Tag in der Pflegestelle

Es war ein interessanter Tag und es ist nicht allzu viel passiert. Ich habe ein bisschen am Pool gechillt und hatte Spass.

Ich bin mir nicht ganz sicher, ob es auch Spass für meine Mum bedeutete, das ich alle Badetücher von den Liegen schleppte und sie ständig hinter her rennen musste! Also kaufte sie mir einen Kauknochen, aber der einzige Weg für mich den zu geniessen ist: Auf den Badetüchern!
Ich bekam wieder Hühnchen zum Abendessen. Ich esse 5 mal am Tag, Trockenfutter, nur eben am Abend gibt es etwas spezielles. Ich esse sehr viel und Mum sagt, ich werde bald an Gewicht zulegen.

Wir werden in ein paar Tagen ein Foto zeigen, dann können Sie es selber sehen.
Draussen war heute viel Lärm. Die Zyprioten machten ihr Souvla auf dem Grill und es roch so lecker. Mum war beeindruckt, denn ich bellte nicht ein einziges Mal.
Bettzeit... was soll ich sagen? Mum liess mich unten und weigerte sich, mich nochmal hoch zu tragen. Ich jammerte, aber sie ignorierte mich. Ich hatte keine andere Wahl, als die Treppen hochzuklettern und alleine ins Schlafzimmer zu gehen... um dann gleich wieder die Treppe herunter zu rennen. Ich dachte, Mum würde mir folgen, aber sie tat es nicht.
Was blieb mir anderes übrig, als nochmal die Treppe hoch, ab in mein Körbchen und schlafen.

 

16. August 2015 – 4. Tag in der Pflegestelle

Zu Fuss eine Treppe hinunter gehen ist für mich schwierig. Haben Sie gesehen, wie viele Stufen das sind? Und ich spreche von wirklich vielen Stufen!!! Dann komme ich um die Ecke und da sind noch mehr Stufen. Okay... was ich zu erklären versuche ist: Ich habe mich heute morgen kategorisch geweigert die Treppe runter zu gehen.

Mum hatte keine Wahl, sie musste mich runter tragen, aber sie sagte mir: Das wird das letzte Mal sein! Wenn ich wieder in ihrer Nähe sein will, muss ich es in Zukunft selber machen.
Aber lassen wir das mit den Treppen und reden wir über anderes. Ich fühle mich nun sicher genug aus dem Haus zu gehen, Türen sind nicht mehr eine Gefahr für mich... jedenfalls nicht alle Türen.
Mum erzählte mir, dass sie heute in einem anderen Garten arbeiten muss und holte die Leine. Ich habe für mich beschlossen, das es ein Spiel ist, wegzurennen... aber Mum kann so stur sein, wenn sie etwas will. Nach ein paar Aufforderungen meinerseits, mich zu jagen, gab ich auf und sie nahm mich an die Leine.

Der andere Garten war nicht weit weg und ich trottete glücklich neben ihr her. Allerdings habe ich immer noch meine Probleme mit Gartentoren... ich bevorzuge es die Auffahrten für die Autos zu nehmen. Vielleicht sind es die Stufen die mich abschrecken?
Wir verbrachten 3 Stunden mit Gartenarbeit und ich überwachte diese im Schatten. Ich habe sie immer im Auge behalten um sicher zu stellen, dass sie wirklich am arbeiten war. Mum sagte, ich hätte einen perfekten Job gemacht.

Danach gingen wir zu einem späten Mittagessen ins Blue Olive Restaurant.
Ich weiss... Mum sagte, ich Essen wäre lecker gewesen, aber das Fleisch, das sie für mich aus der Küche brachten, was soll ich sagen? Die Hunde von PAWS würden sehr eifersüchtig sein. Lamm und Rind und ich bekam sogar einen Doggy Bag um den Rest mit nach Hause zu nehmen.
Ich nahm all die Menschen, die um mich herumstanden schon gar nicht mehr zur Kenntnis. Da waren auch Kinder, die mich streicheln wollte, aber Mum sagte, das wäre noch zu früh für mich.
Jetzt sind wir zurück im Haus und erholen uns. Mum sagt, es würde noch einen Abendspaziergang geben und es wäre schön, wenn ich meine Angewohnheit aufgeben könnte, einfach anzuhalten, wenn ich fahrende Autos sehe... na ja... lasst uns morgen weiter schreiben.

17. August 2015 – 5. Tag in der Pflegestelle

Tag5 01Was für ein Unterschied 5 Tage doch machen können... ich habe an Gewicht zugenommen.

Tag5 02Ich ruhe mich im gerne Schatten beim Pool aus.

Auf dem Foto sieht es spassig aus, weil ich meinen Kopf hoch hebe und mit meiner Rute wedle, da ich nun auf meinen Namen reagiere, wenn ich gerufen werde.

Noch vor 5 Tagen hätte man mich sehr unterwürfig und nicht so aufmerksam gesehen.

Gestern war ja ein ziemlich hektischer Tag mit der Gartenarbeit und dem Mittagessen am Sonntag, also beschloss meine Mum, der Abendspaziergang sollte mir noch mehr Erfahrungen bringen.
Wir gingen also auf den Coral Bay Strip, die Touristenmeile in unserem Dorf. Es gab so viele Menschen dort, viel Lärm und Verkehr, aber ich habe es doch ziemlich gut gemeistert. Mum war sehr stolz auf mich.

All die vielen Menschen, und manche der Menschen wollten mich kennen lernen. Auch da benahm ich mich sehr gut. Einige dachten sogar, ich sei ein reinrassiger Whippet. Okay... ich bin dünn, aber ein Whippet?

Meine Mum erklärte ihnen, das ich ein Jagdhundemischling sei, das können sie an meinen Ohren sehen.

Nach einer Weile auf und abgehen, sagte Karen, beim nächsten Mal würden wir in einer Kneippe einen Drink nehmen, um zu sehen, wie ich mit dieser Situation umgehe.

Nach unserem Spaziergang heute Abend, haben wir eigentlich genau das getan. Ich lag glücklich unten und Mum genehmigte sich ein kleines Bier. Ich schreckte nichtmal hoch, wenn die Engländer grölten, weil Liverpool ein Tor erzielt hat.

Noch immer mag ich nicht gerne durch das Gartentor gehen, sondern bevorzuge die Ausfahrt und das Rolltor... Mum sagt, das sei bloss eine meiner Macken.


18. August – 6. Tag in der Pflegestelle

Mum trainiert für einen 10-Kilometer-Lauf in Cardiff im September, also begleite ich sie als Schrittmacher.
Sie war sehr von meinem Lauf beeindruckt, da ich nur einmal stoppte und sie sagte, ich mache es wirklich sehr gut an ihrer Seite zu rennen.
Ich nenne es eigentlich eher Trab als Laufen, aber bitte sagen Sie das Mum nicht.
Da es tagsüber sehr heiß ist, warten wir immer auf die kühleren Abendstunden. Ich mag das rennen wirklich sehr, da ich so einen Teil meiner Energie verbrauchen kann.
Mum sagt: Je entspannter ich bin, je mehr will ich spielen. Mein Lieblingsspiel ist es, die Badetücher von den Liegebetten runter ziehen um sie dann anzugreifen. Dann renne ich weg, als würden sie mich verfolgen. Es ist wirklich ein tolles Spiel.

Morgen will meine Mum mit mir ins Oniro by the Sea. In wundervolles Restaurant am Meer, in dem auch Hunde erlaubt sind.
Sie will schauen ob ich Wasser mag. Sie erzählte mir, dass dort ein Stück Strand sei, wo ich ins Wasser gehen kann.
Ich habe mich bis jetzt nicht für den Pool interessiert, sondern nur meiner Mum beim schwimmen zugeschaut. Sie möchte wissen, ob das Meer mich mehr reizt.

Chillen...

Tag7 02

Tag7 01

 

 

 

 

 

 

 

19. August 2015 – 7. Tag in der Pflegestelle

Meine Macken-Liste, von denen meine Mum sagt, sie machen mich zu dem was ich bin:

1. Ich weigere mich den Garten durch das Gartentor zu verlassen. Ich benutze nur die Auffahrt dazu, aber bei der Rückkehr von den Spaziergängen, habe ich mit dem Gartentor keine Probleme.

2. Wenn Mum mich nach den Spaziergängen im Garten ableint, warte ich erst ein wenig ab, schau zu wie sie das Haus aufschliesst und folge ihr nach einer Weile.

3. Klauen von Badetüchern und neuerdings auch die Kissen. Mum sagte, diese Angewohnheit müsse ich los werden und sie gab mir als Ersatz bereits ein Seil, mit dem ich spielen kann. Sie nimmt mir jetzt immer die Kissen und die Tücher weg.

4. Am Abend wenn es kühler wird, so gegen 19 Uhr, renne ich ohne erkennbaren Grund durch den Garten, als ob ich gejagt werde. Ich geniesse es. Um ca. 20 Uhr gehen wir auf den letzten Spaziergang, den ich inzwischen auch entspannt geniessen kann.

5. Spielzeuge und Kauzeugs bewege ich tagsüber von einem Platz zum nächsten, ohne sie zu verstecken oder zu vergraben.

6. Türen: Damit geht es immer besser, aber nachdem ich leider in die geschlossene Terrassentüre gerannt bin, weiss ich jetzt, das ich doch wieder vorsichtiger sein sollte. Mum sagt, hätte sie das auf einem Film, würde sie es allen auf Facebook zeigen... Gott sei Dank kann sie es nicht!

7. Anleinen. Die meisten Hunde freuen sich darauf und können es kaum erwarten. Für mich ist es ein Spiel, ich renne weg und erwarte von meiner Mum gejagt zu werden. Mum bleibt einfach stehen und wartet, bis ich mich neben sie setze und sie mich anleinen kann. Mum ist ein Spielverderber!

 

20. August 2015 – 8. Tag in der Pflegestelle

Tag8 01Tag8 02Ich habe dieses Treppe hoch, Treppe runter jeden Morgen kapiert Natürlich möchte ich meiner Mum überall hin folgen, also statt mich zu rufen, was mich ein wenig ängstigt... steht sie einfach auf, streichelt mich und verlässt den Raum.

Dann folge ich ihr. Geht es hoch... lege ich mich in mein Körbchen. Geht es runter, warte ich, bis sie alle Türen öffnet und folge ihr dann nach draussen. Dann lobt sie mich immer wie verrückt... drückt und streichelt mich.

Zurück von einem 2.3 Meilen-Lauf. Auf dem Bild links sehen sie mich sooooo müde, das ich es sogar nicht mal mehr auf das Sofa schaffte. Also zog ich die Decken runter auf den Boden.

Auf dem Bild rechts hat sich dann alles wieder normalisiert und ich habe meine normale Schlafposition eingenommen. ;-)

 

25. August 2015 – 13. Tag in der Pflegestelle

Es sind nun fast zwei Wochen seit ich losgezogen bin um in meiner Pflegestelle zu leben. Mum sagt ich mache grosse Fortschritte. Sie denkt sogar, ich sei grösser geworden.
Wie auch immer, es ist schon eine Weile her, seit ich gebloggt habe, aber wir waren sehr beschäftigt.

Mein Pflegepapa kam letzten Freitag an und Mum und ich fuhren beide zum Flughafen. Ja klar... ich weigerte mich ins Auto einzusteigen. Bin ich drin, ist es für mich okay... nur von der Idee einzusteigen, bin ich einfach nicht begeistert.

Am Flughafen musste Mum mich aus dem Auto tragen und wir gingen zum Terminal um draussen zu warten. Mum sagt, ich habe mich sehr gut benommen. Ich sass geduldig da und wartete bis mein Dad ankommt.

Ich war ein wenig nervös ihn zu treffen, aber es war nicht sooooo schlimm.
Dad fuhr das Auto zurück. Ich denke, er mag Mum's Fahrstil nicht, aber alles was ich sagen kann ist, das er die Kurven ein bisschen zu schnell nahm.

Ich habe mich lieber hingelegt, statt wie üblicherweise sitzen zu bleiben.
Es dauerte nicht lange, bis wie wieder zurück in Coral Bay waren und ich in meinem bekannten und sicheren Umfeld.

Mum denkt, ich habe mich daran gewöhnt mit ihr alleine zu sein und finde es deshalb unangenehm, das nun Dad auch hier ist.

Am ersten Tag habe ich jedesmal gebellt, wenn er aufgestanden ist und ein- oder zweimal habe ich sogar kurz geknurrt.cIch hielt Abstand, weil er so gross ist und es war seine Grösse, die mir Angst gemacht hat.

Am nächsten Tag bellte ich immer noch, aber nicht mehr so oft. Wenn er nicht schaute, ging ich zu ihm hin um ihn zu beschnüffeln und auszukundschaften. Er war sehr geduldig mit mir.

Er nahm mich sogar mit um ein Everton-Spiel zu sehen und glücklich ging ich mit ihm mit, während Mum zu Hause blieb. Ich denke, sie ist kein Fussballfan.

Er erzählte meiner Mum danach, wie ich mit einem kleinen Hund spielte und wie wohlerzogen ich mich benommen habe. Es geht mir nun gut, wenn wir ausgehen und ich mag es, wenn Menschen mir ganz viel Aufmerksamkeit und Liebe geben.

Ein paar Tage sind nun vergangen und obwohl ich immer noch ein kleines bisschen nervös bin, wird mein bellen weniger und weniger. Ich wedle mit meiner Rute, wenn Dad meinen Namen ruft und ich belle gar nicht mehr, wenn er aufsteht.

Mum sagt, es ist erst kurze Zeit vergangen. Ab und zu suche ich immer noch bei meiner Mum Schutz, aber sie ignoriert das und gibt mir nur ein beruhigendes Streicheln.

Sie denkt, es wäre wohl besser, wenn in meinem richtigen Zuhause keine kleinen Kinder sind, denn kleine Kinder machen mich noch nervös und dann belle ich.
Es ist nicht aus Agression sondern nur aus Nervosität heraus.
Ich mache es nur in unserem Haus und Garten.
Mum und Dad sagen, mein Benehmen, wenn wir auswärts sind, sei tadellos. Egal, ob ich geduldig in einer Bar/Restaurant mit ihnen sitze, oder neben ihnen an der Leine gehe.
Es ist vermutlich ein Problem mit meinem Selbstvertrauen, das mich kleine Kinder nervös machen... vielleicht werde ich das auch noch ganz ablegen.

   
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